Agrarwirtschaft und Fischerei

Die Europäische Agrar- und Forstwirtschaft muss mit schwindenden natürlichen Ressourcen, den Effekten der Klimaerwärmung, dem Wandel der Weltbevölkerung und der Notwedigkeit der Sicherstellung des Nahrungsangebots für ihre Bevölkerung sorgen. Das Ziel ist, mit dem notwendigen Wissen und Werkzeug die Agrar- und Forstwirtschaft zu unterstützen, um Nahrung, Futtermittel und andere biologisch basierende Rohmaterialien sicherzustellen, ohne das Ökosystem zu beeinflussen.

Es befasst sich mit dem Druck auf die natürlichen Ressourcen, wie der Rückgang der fossilen Energieträger, die Überfischung und die Bekämpfung des Klimawandels durch die Reduzierung des Ausstoßes der Teibhausgase. Eine andere globale Herausforderung ist die Gesundheit der Tiere und die Kontrolle der infektiösen Erkrankungen und Zoonosen (Infektionsträger, die Krankheiten von Tieren auf Menschen übertragen können). Die Forschung im Bereich der Gesudheit der Pflanzen, einer nachhaltigen, wettbewerbsfähigen und multifunktionalen Agrarwirtschaft sowie die Entwicklung des ländlichen Raumes inklusive Forstwirtschaft, stellen wichtige Themen für die EU dar.

Viele Herausforderungen betreffen vorrangig die Sektoren der Fischerei und Aquakutltur. Viele kommerzielle Fischarten sind überfischt und die Aquuakutur in Europa stagniert ebenfalls, während die weltweite Produktion wächst - im Besonderen in Asien. Um diese Probleme angehen zu können, fördert die EU Forschungen in verschiedenen Bereichen, um eine bessere Bestandbewirschaftung in der Fischerei zu untersützen und zu fördern. Eine dauerhaft durchhaltbare und wettbewerbsfähige Entwicklung in der Aquakultur soll erreicht werden.

Raumnutzung in Europa

2008 betrug die Landoberfläche aller 27 EU Staaten ca 420 ha. Etwa 43% wurden für die landwirtschaftliche Produktion und 40% für die Forstwirtschaft genutzt. 5% wurden von der industriellen Produktion eingenommen (meistens Biobrennstoff), während die restlichen 5% ungenutzt blieben. Wirtschaftlich gesehen könnte dieses landwirtschaftlich nutzbare Gras- und Ackerland für 17 Millionen Arbeitsplätze stehen (7,6% aller Erwerbstätigen) und 3,5% der gesamten Bruttowertschöpfung der EU 27 ergeben. Darüber hinaus wird die weltweite Nachfrage nach Nahrungsmittel bis zum Jahre 2050 um 70% steigen (FAO). Eine dramatische Nachfrage in diesem Belangen wird mit einer steigenden Nachfrage nach Futtermittel, Ballaststoffen, Biomasse und Biomaterial hervorrufen. Dieser Umstand wird und muss eine Reaktion der EU auslösen, da sie eine der größten Lieferanten am weltweiten Agrarmarkt ist. Die EU haltet mit 18% (das sind € 76 Billionen) einen großen Teil des weltweiten Nahrungsmittelexportes. Das ist ein Produktionswert von mehr als 40% der gesamten Nahrungsmittelproduktion in der OECD.